Ein Feedback- und Reflexionsinstrument für die Schulen

Die Zentralen Lernstandserhebungen sind Tests, die den Kompetenzstand der Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 3 und 8 mit Blick auf die bundesweit einheitlichen Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK) untersuchen. Durch die Auswertung der Ergebnisse erhalten Lehrkräfte wichtige Hinweise für die weitere Gestaltung ihres Unterrichts.

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Schülerinnen und Schüler einer achten Klasse

Wo steht meine Klasse?

Die Zentralen Lernstandserhebungen sind eine Form der internen Evaluation und unterstützen die Lehrkräfte dabei, mit ihren Klassen zielgerichtet und effizient auf das Erreichen der Bildungsstandards hinzuarbeiten. Die Tests dienen nicht dazu, ein landesweites Ranking über die Leistungen der Schulen zu erstellen oder zur Individualdiagnose einzelner Schülerinnen und Schüler.

Die Zentralen Lernstandserhebungen geben Lehrkräften eine Rückmeldung zu ihrer Arbeit und geben Hinweise für eine nachhaltige Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler. Durch gezielte Maßnahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung können Schulen ihre Stärken ausbauen und ihre Schwächen bearbeiten, um die Kompetenzentwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler in der verbleibenden Zeit bis zum Ende des jeweiligen Bildungsgangs nachhaltig zu fördern.

Die Zentralen Lernstandserhebungen werden bundesweit mit einheitlichen Aufgaben in der 3. Jahrgangsstufe (Deutsch und Mathematik) und in der 8. Jahrgangsstufe (Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch) an allen öffentlichen Schulen durchgeführt. Privat- und Förderschulen nehmen auf freiwilliger Basis teil.

Welche Informationen erhalten die Lehrkräfte?

Die Lehrkräfte erhalten zu den Zentralen Lernstandserhebungen einen Individualbericht mit den Ergebnissen ihrer einzelnen Schülerinnen und Schüler, einen für die Klasse bzw. den Kurs zusammengefassten Klassenergebnisbericht sowie einen für die Schule zusammengefassten Schulbericht. Auf dieser Grundlage ist eine datenbasierte Standortbestimmung im Hinblick auf die in den Bildungsstandards formulierten Kompetenzerwartungen möglich.

Durch die Interpretation der eigenen Ergebnisse und der Ableitung geeigneter Maßnahmen auf der Ebene der einzelnen Schülerinnen und Schüler, der Klasse, aber auch der Schule erfolgt eine optimale Förderung der Lernenden sowie eine Weiterentwicklung der schulischen Arbeit.

Bundesweit einheitliche Bildungsstandards

Die Zentralen Lernstandserhebungen basieren auf den bundesweit geltenden Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK). Die Bildungsstandards legen fest, über welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt ihrer Bildungslaufbahn verfügen sollen.

Die Entwicklung der Aufgaben zu den Zentralen Lernstandserhebungen erfolgt durch Lehrkräfte aller Bundesländer am Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Berlin unter der Bezeichnung 'Vergleichsarbeiten (VERA)'.

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