Alphabetisierung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen
Der Workshop vermittelt Grundlagen der Alphabetisierung im Kontext von Deutsch als Zweitsprache für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler mit geringen Schriftsprachkenntnissen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich die Förderung schriftsprachlicher Kompetenzen zielgruppengerecht, praxisnah und diagnostisch fundiert gestalten lässt. Zu Beginn werden die spezifischen Herausforderungen und Lernziele in der zweitsprachlichen Alphabetisierung beleuchtet.
Aufbauend darauf befassen sich die Teilnehmenden mit zentralen Modellen des Schriftspracherwerbs sowie mit diagnostischen Verfahren zur Einschätzung literaler Kompetenzen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf methodisch-didaktischen Zugängen zur Unterrichtsgestaltung. Hierbei werden insbesondere handlungsorientierte Planungsansätze in den Blick genommen, die eine praxisnahe, alltagsbezogene Förderung ermöglichen.
Ergänzend dazu wird gemeinsam erarbeitet, wie Materialien zielgruppenspezifisch ausgewählt oder erstellt werden können. Abschließend widmet sich der Workshop der Frage, wie sich Methoden der Binnendifferenzierung gezielt einsetzen lassen, um unterschiedlichen Lernvoraussetzungen im Alphabetisierungsunterricht gerecht zu werden. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für die besonderen Anforderungen der Alphabetisierung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern zu entwickeln und konkrete Impulse für eine differenzierte Unterrichtspraxis zu gewinnen.