Schüler bei einer Besichtigung

Demokratiegeschichte erfahrbar machen

Gedenkstättenarbeit und schulische Erinnerungspraxis gestalten am Beispiel des Lern- und Erinnerungsorts Notaufnahmelager Gießen

Historische Lernorte sind ein kostbares Gut: Sie schaffen Raum für eine lebendige Auseinandersetzung und laden dazu ein, die Vergangenheit als Teil der Gegenwart zu begreifen.

Als Orte des Lernens und Erinnerns ermöglichen es Gedenkstätten den Schülerinnen und Schülern, Fragen zu stellen und Geschichte unmittelbar zu erleben. Zudem bieten Fahrten zu Gedenkstätten oder historischen Lernorten die Chance für einen offenen Erinnerungsprozess. Die Verbindung zur Gegenwart und die Möglichkeit zur individuellen Auseinandersetzung kann bestmöglich genutzt werden.

Wenn Sie…

  • Gesellschaftslehre, Politik und Wirtschaft oder Geschichte unterrichten,
  • Interesse daran haben, innovative Ideen in der Gedenkstättenpädagogik kennenzulernen oder
  • mehr über die Anbahnung eines Transfers in die Schule erfahren wollen,

laden wir Sie herzlich ein, an dieser Fortbildung teilzunehmen.

Die Fortbildung ermöglicht Ihnen:

  • den Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen als Ort der Demokratiegeschichte kennenzulernen,
  • neue didaktische Impulse für die Planung und Einbindung von Gedenkstättenbesuchen in den Unterricht zu gewinnen,
  • Einblicke in wichtige Grundlagen von Demokratie und Rechtsstaat am Beispiel von Flucht und Migration zu erhalten,
  • Impulse für die Weiterentwicklung einer Erinnerungspraxis an der eigenen Schule zu bekommen und
  • im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen Chancen und Grenzen von Gedenkstättenbesuchen zu reflektieren und voneinander zu lernen.

Terminübersicht

Modul 1: Einführung

  • 15.09.2026, 15:00 – 17:30 Uhr (online)

Modul 2: Fortbildungstag im Notaufnahmelager Gießen

  • 31.10.2026 Modul 2: 10:30 - 16:30 Uhr

Modul 3: Abschluss 

  • Termin noch offen, 15:00 - 17:30 Uhr (online)

Wer begleitet die Fortbildung?

Die Fortbildung wird von zwei erfahrenen Lehrerinnen durchgeführt. Die eine Referentin ist pädagogische Mitarbeiterin des Lern- und Erinnerungsortes in Gießen, die umfassende Expertise im Bereich der Gedenkstättenarbeit mitbringt, die zweite Referentin ist eine erfahrene Lehrkraft mit dem Schwerpunkt Demokratiebildung in der Schule.

Wie sieht das Format der Fortbildung aus?

Die Fortbildung ist als Reihe konzipiert und erstreckt sich über ein Schulhalbjahr. Sie beginnt mit einer Halbtagsveranstaltung (online), die Ihnen einen theoretischen Einblick in ausgewählte Aspekte der Gedenkstättenpädagogik vermittelt und Ihre Erfahrungen und Bedarfe mit einbindet.

Der Kern der Fortbildung bildet eine eintägige Präsenzveranstaltung im Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen, in die ein Besuch der Dauerausstellung integriert ist. Sie setzen sich intensiv mit der SED-Diktatur und den eingeschränkten Freiheitsrechten als Fluchtursachen auseinander. In Gruppen erkunden Sie einzelne Aspekte der Ausstellung.

Die Abschlussveranstaltung bietet Raum für eine gemeinsame Auswertung. Hier werden Erfahrungen reflektiert, Erkenntnisse zusammengeführt und Feedback gesammelt, um die Nachhaltigkeit und Wirksamkeit der Fortbildung zu sichern und die Arbeit an Ihren Schulen anzubahnen.

Fakultativ ist im Anschluss die Begleitung bei der Weiterentwicklung der Erinnerungspraxis an Ihrer Schule möglich.

Bei Fragen 

Regina Heil
E-Mail: Regina.Heil@kultus.hessen.de 

Nicola Roether
E-Mail: Nicola.Roether@nal-giessen.de

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Bei Fragen

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35398 Gießen

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