Bevorzugung gering verarbeiteter Lebensmittel

Je naturbelassener unsere Speisen sind, desto mehr gesundheitsförderliche Substanzen enthalten diese. Außerdem ist der Energieverbrauch und Schadstoffausstoß bei geringerer Verarbeitung niedriger und damit besser für unser Klima.
Schneiden einer roten Zwiebel

Erhalt von Nährstoffen und Vitaminen 

Je weniger Verarbeitungsstufen ein Lebensmittel durchläuft, desto mehr Nährstoffe und Vitamine bleiben dem Produkt erhalten. Gleichzeitig wird auf diese Weise der Energieverbrauch und Schadstoffausstoß reduziert.

Durch die Zubereitung gering verarbeiteter Produkte im Haushalt können wir den Bezug zu den ursprünglichen Rohstoffen stärken und das traditionelle Handwerk der Erzeugerbetriebe fördern. Darüber hinaus kann zudem die Kultur des Kochens und Essens als Erlebnis und Genuss in Gesellschaft wieder in den Mittelpunkt rücken. Dazu leisten auch die schulische Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen und ein vorbildhaftes Verhalten der Erwachsenen einen wertvollen Beitrag.

Ideen und Anregungen für die Umsetzung

Nach Möglichkeit sollte in der Schulverpflegung ein Einsatz gering verarbeiteter Produkte erfolgen, der lediglich durch höher verarbeitete Produkte ergänzt wird. (Hoch-)verarbeitete Produkte weisen häufig einen erhöhten Salz- oder Zuckergehalt auf. Beim Einsatz von Convenience-Produkten muss auf diesen Gehalt sowie auf die Art des verwendeten Fettes geachtet werden.

Anhaltspunkte für den Einsatz (hoch) verarbeiteter Produkte entsprechend des DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung

  • Nach Möglichkeit eine Bevorzugung von Convenience-Produkten der Stufe 1 und 2.
     
  • Eine Ergänzung um Convenience-Produkte der Stufe 1 und 2 beim Einsatz von Produkten der Stufe 4 und 5.
     
  • Ein bevorzugter Einsatz von Obst und Gemüse der Convenience-Stufe 1 und 2, wenn die Herstellung der Speisen bereits zahlreiche Prozess-Stufen erfordert (zum Beispiel bei Cook & Chill).
     
  • Bevorzugung von Tiefkühlgemüse und –obst gegenüber Konserven aufgrund des höheren Nährstoffgehalts.

    Good-Practice-Beispiel: Campus Klarenthal

    Der Verzicht bzw. eine Reduktion des Einsatzes von Convenience-Produkten ist gerade in der Außer-Haus-Verpflegung nicht leicht. Wenn die Mittagspause beginnt, füllt sich auch am Campus Klarenthal die Mensa mit hungrigen Schülerinnen und Schülern, die verpflegt werden wollen – und das am liebsten mit Speisen aus frischen Lebensmitteln.

    Frau Bilges Caner zeigt uns, wie die Schulverpflegung mit 80-90 % Frischküche am Campus Klarenthal gelingt.

    Zum Interview:

    Good Practice Beispiel: Schulverpflegung mit Frischküche am Campus Klarenthal

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