Ökologisch erzeugte Lebensmittel

Die ökologische Landwirtschaft ist eine klimafreundliche Anbaualternative, da Boden-, Arten-, Gewässer- und Tierschutz im Vordergrund stehen. Bio-Lebensmittel verfügen zudem meist über einen höheren Anteil an sekundären Pflanzenstoffen, welche einen positiven Effekt auf die menschliche Gesundheit haben.
Ein Tisch mit verschiedenen Bio-Lebensmitteln; zudem ein Schild mit dem Schriftzug "Bio"

Ökologische Landwirtschaft

In der ökologischen Landwirtschaft kommen statt Stickstoffdünger und synthetischen Mitteln insbesondere Mistkompost, Gründüngung, Nützlinge und Fruchtfolgen zum Einsatz – kurz gesagt, es wird nach dem Kreislaufprinzip gewirtschaftet. Diese Art der nachhaltigen Bewirtschaftung trägt im besonderen Maß zum Schutz des Bodens, der Arten, der Gewässer und der Tiere bei und bietet sich daher als klimafreundliche Anbaualternative an.

Bio-Lebensmittel verfügen zudem meist über einen höheren Anteil an sekundären Pflanzenstoffen. Diese Stoffe stecken vermehrt in Obst- und Gemüseschalen und haben einen positiven Effekt auf die menschliche Gesundheit.

Da im ökologischen Landbau ausschließlich Aromen natürlichen Ursprungs verwendet werden, kommt es zusätzlich zu einem intensiveren Geschmackserlebnis auf der Zunge.

Auch in der Schulverpflegung empfiehlt es sich Bio-Lebensmittel einzusetzen – fangen Sie klein an und suchen Sie sich zunächst ein einzelnes Produkt wie etwa die Äpfel oder die Karotten aus, die Sie zukünftig in der Schulverpflegung in Bio-Qualität anbieten möchten.

Ideen und Anregungen für die Umsetzung

Anhaltspunkte für die Umsetzung in der Praxis

Um Veränderungen in der Schulverpflegung erfolgreich umzusetzen, ist es wichtig, dass sich alle Akteure an den Entscheidungsprozessen beteiligen. Gemeinsam können Sie Schritte hin zu einer klimafreundlichen Schulverpflegung gehen.

  • Erste Schritte machen Sie bereits, wenn Sie einzelne Produkte wie zum Beispiel die Äpfel oder die Karotten in Bio-Qualität beziehen.
     
  • Anschließend können Sie den Bio-Anteil ausweiten und bei allen Produkten einer Lebensmittelgruppe - wie dem Gemüse oder den Kartoffeln, Getreide und Getreideprodukten - auf eine ökologische Erzeugung achten. 
     
  • Nun können Sie versuchen, eine einzelne Menülinie auf Bio umzustellen oder einen vereinbarten prozentualen Anteil in Bezug auf den Gesamteinkauf oder einzelne Produktgruppen in Bio-Qualität zu beziehen.

Sie suchen Unterstützung?

Die Expertinnen und Experten des bundesweiten Netzwerks „Bio kann jeder“ geben in regionalen Workshops praktische Tipps, wie (Küchen-)Verantwortliche kostenneutral Produkte in den Speiseplan integrieren können, die sich durch besondere Nachhaltigkeitsleistungen auszeichnen. Dies gilt nicht nur für Produkte aus Bio-Erzeugung, sondern auch für saisonale und regionale Lebensmittel, die umweltschonende Standards oder Tierschutzbelange in besonderer Weise beachten.

Nähere Informationen zu Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern des bundesweiten Netzwerks „Bio kann jeder“, Terminen regionaler Workshops sowie Workshop-Berichte finden Sie hier.

Ihre Ansprechpartnerin in Hessen:

Anja Erhart
Agentur für Ernährungsfragen

Ein Überblick im Siegel-Dschungel

Wer Gemüse und Obst in Bio-Qualität beziehen, beim Bezug von Fleisch und Wurstwaren auf eine artgerechte Tierhaltung oder bei Fisch auf eine bestandserhaltende Fischerei und schonende Fangmethoden achten möchte, der kann beim Einkauf das Bio-Siegel der europäischen Union und die verschiedenen Nachhaltigkeits- bzw. Bio-Siegel von Ökoverbänden und Initiativen berücksichtigen.

Die Verbandsrichtrichtlinien legen unterschiedlich strenge Kriterien für die Erzeugung der Produkte fest.

Für einen besseren Durchblick im Siegel-Dschungel und Hinweise zur Kennzeichnung und Hintergründen sowie Bewertung stehen beispielsweise folgende Informationsportale zur Verfügung:

  • Portal Label Online der Verbraucherinitiative e. V.
    Tipp: Verfeinern Sie Ihre Suche mit den Schlagworten „Essen und Trinken“ sowie „Nachhaltig“ außerdem steht eine Label-App mit Barcode-Scan zur Verfügung.
     
  • Siegelklarheit.de des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) sortiert nach Produktgruppen
     
  • Siegelcheck des NABU, sortiert nach Lebensmittelproduktgruppen
     
  • Nachhaltiger Warenkorb – Rat für nachhaltige Entwicklung

Weitere Informationen finden Sie zudem auf folgenden Internetseiten

EU-Bio-Logo: Einheitliches Logo für verpackte Öko-Produkte 

Öko-Siegel ohne Ende – Lebensmittel-Klarheit; ein Service der Verbraucherzentralen 

Bio-Siegel: oekolandbau.de – das Informationsportal

Broschüren, Materialien und weiterführende Informationen

„Bio-Verpflegung in Kindertagesstätten und Schulen“

Worum geht es bei der Informationskampagne „Bio kann jeder“, wie können nachhaltige Strategien für mehr Bio in der Kita- und Schulverpflegung verankert werden und wie kann die Umsetzung in der Praxis aussehen?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die Broschüre des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung und des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Weiterführender Link:

„Bio-Verpflegung in Kindertagesstätten und Schulen“

Unterrichtsmaterialien zum ökologischen Landbau

Auf den Seiten des BLE-Medienservice kann umfassendes Material zu den Themen Landwirtschaft und Ernährung heruntergeladen und bestellt werden.Die Materialien eignen sich für den Unterricht in unterschiedlichen Klassenstufen.

Materialbeispiele:

Weiterführender Link:

BLE-Medienservice

Tipp: Durch die Eingabe von „Ökolandbau“ im Suchfeld erscheinen einige kostenfreie Broschüren zum Herunterladen und Bestellen.

Fachinformation zum Ökolandbau

Auf den Seiten des oekolandbau.de – Das Informationsportal wird zusammengetragen, welche Vorteile mit einem ökologischen Anbau unserer Lebensmittel verknüpft sind.
 
Weiterführender Link:

Klimaschutz und Landwirtschaft – Welche Vorteile bietet der Ökolandbau?

Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau (ZÖL)

Damit der Bedarf an Bio-Lebensmitteln in Deutschland langfristig gedeckt werden kann und weniger Bio-Produkte aus dem Ausland importiert werden, ist es wichtig, dass die ökologischen Anbauflächen in Deutschland steigen.

Die Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau verfolgt deshalb mittelfristig das Ziel, die ökologischen Anbauflächen auf nationaler Ebene auf 20 % zu erhöhen, im Jahr 2018 lag der Anteil bei 9,1 %. Für Schulkantinen, die vermehrt Bio-Lebensmittel einsetzten möchten, werden außerdem Maßnahmen für die Praxis entwickelt.

Weiterführende Links:

Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau 

Zahlen zum Ökolandbau in Deutschland

ECHT KUHL!

Bundesweiter Schülerinnen- und Schülerwettbewerb zur nachhaltigen Landwirtschaft und Ernährung (BMEL)

Auch in diesem Jahr wird wieder zum bundesweiten Schülerinnen- und Schülerwettbewerb zur nachhaltigen Landwirtschaft und Ernährung „ECHT KUHL!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ausgerufen. Zu einem bestimmten Schwerpunktthema können sich Kinder und Jugendliche bundesweit mit tollen und kreativen Ideen und Beiträgen einbringen.
 
Weiterführender Link:

Schülerinnen- und Schülerwettbewerb ECHT KUHL!

Passend zum Schwerpunktthema 2019: „Biologische Vielfalt und Partnerschaften in der Natur“ werden Informationen zu folgenden Themen bereitgestellt:

  • Biologische Vielfalt
  • Boden
  • Kreislaufwirtschaft
  • Fruchtfolge
  • Düngung
  • Tierische Helfer

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