Externe Evaluation selbstständiger allgemeinbildender Schulen

Selbstständige allgemeinbildende Schulen erhalten im Halbjahr nach ihrer Statusumwandlung eine Ausgangsevaluation und im vierjährigen Turnus nachfolgend weitere externe Evaluationen.

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Einige Schülerinnen und Schüler vor dem Schulgebäude auf dem Schulhof

Externe Evaluationen 

Selbstständige allgemeinbildende Schulen (SES) erhalten im Schulhalbjahr nach ihrer Umwandlung eine Ausgangsevaluation. Im Fokus stehen dabei das schulische Qualitätsmanagement und die Qualität des Unterrichts.

Zusätzlich wählt die Schule einer der bei ihrer Antragstellung eingereichten schulischen Entwicklungsschwerpunkte für eine profilorientierte Rückmeldung durch das Evaluationsteam aus. Dies ist bei der Ausgangsevaluation verpflichtend, bei allen weiteren externen Evaluationen optional.

Alle vier Jahre finden weitere externe Evaluationen statt, die jeweils den Entwicklungsstand des Qualitätsmanagements und die Unterrichtsqualität begutachten. Ein schulischer Entwicklungsschwerpunkt kann zusätzlich optional benannt werden.

Gestaltungsfreiräume und Rechenschaftslegung

Zur Realisierung des beantragten und durch das Hessische Kultusministerium genehmigten Status können selbstständige allgemeinbildende Schulen abweichend von den bestehenden Rechtsvorschriften bei der Stellenbewirtschaftung, Personal- und Sachmittelverwaltung sowie in der Unterrichtsorganisation und inhaltlichen Ausgestaltung des Unterrichts eigene Entscheidungen treffen.

Abweichungen bei der Unterrichtsorganisation und -gestaltung sind insbesondere bei der Bildung von Lerngruppen, bei Formen der äußeren Differenzierung, der Ausgestaltung der Leistungsnachweise sowie bei den Lehrplänen und Stundentafeln zulässig, sofern die Standards der Bildungsgänge eingehalten werden.

Außerdem können über den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule hinausgehende Aufgaben, insbesondere im Bereich der Fort- und Weiterbildung, wahrgenommen werden, wenn die Aufgaben mit den Zielen der Schule vereinbar sind und ihre Finanzierung gesichert ist.

Entscheidungen beim Einsatz des Personals können selbstständig getroffen werden, und es kann im Rahmen der vorgelegten und genehmigten Konzeption von den Regelungen zur Versetzungsentscheidung zugunsten der Schülerinnen und Schüler abgewichen werden, sofern auch hier die Bildungsstandards eingehalten werden.

Die einerseits gewährten Handlungsspielräume erfordern andererseits Rechenschaftslegungen über die qualitätsvolle Nutzung der Möglichkeiten. Diese zu gewährleisten erfordert ein schulinternes Qualitätsmanagementsystem sowie ein darauf ausgerichtetes Schulleitungshandeln. Die Auswirkungen sollten sich in Schulentwicklungsschwerpunkten und der Unterrichtsentwicklung positiv verorten lassen.

Metaevaluation des schulischen Qualitätsmanagements alle vier Jahre

Der Aufbau eines schulischen Qualitätsmanagements ist eine langfristige Aufgabe. Es sind Strukturen zu schaffen, Prozesse zu definieren und Verantwortungen festzulegen. Dabei gibt es verschiedene Wege, die Qualitätsarbeit zu systematisieren. Im kontinuierlichen Verbesserungsprozess spielen Evaluation und Feedback als Erkenntnisquellen eine wichtige Rolle.

Die Metaevaluation nimmt die schulischen Entscheidungen und Prozesse in den Blick und gibt eine strukturierte und differenzierte Rückmeldung zum Stand des Qualitätsmanagements. Der Evaluationsbericht schafft Klarheit über die zentralen Kriterien eines funktionierenden Qualitätsmanagementsystems, gibt Rückmeldung zur weiteren Optimierung der bereits implementierten Bausteine und setzt Impulse für die Aufbauarbeit.

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