Fragebögen und Auswertungshilfen zur internen Evaluation

In der Diskussion um Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung nimmt die interne Evaluation, neben externen Angeboten zur Evaluation eine zentrale Rolle ein. Zum einen dient sie dazu, die Qualität schulischer Prozesse und Ergebnisse zu erkennen mit dem Ziel, diese zu verbessern. Zum anderen hat sie eine Steuerungsfunktion, denn Schulentwicklungsvorhaben müssen in angemessenen Zeitabständen auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

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Eine Reihe von Personen vor einer Backsteinwand mit übergroßen Sprechblasen und Gedankenblasen vor ihren Gesichtern

Schulqualität und interne Evaluation

Der Hessische Referenzrahmen Schulqualität benennt in einer idealtypischen Sichtweise die Zielperspektiven – und damit den „Optimalfall“ – von Schulqualität. Da es diesen Optimalfall in der Praxis kaum gibt, kann es nur darum gehen, diesen Zielsetzungen so nahe wie möglich zu kommen.

Evaluation als Bestandteil schulischer Qualitätsentwicklung

Evaluation hat unterschiedliche Aufgaben: In der Planungsphase dient sie zur Bestandsaufnahme, denn nur auf der Grundlage einer genauen Beschreibung des Ist-Standes ist es möglich, die richtigen Konsequenzen zu ziehen und weitere Handlungsschritte zu vereinbaren.

Während der Durchführung einer Maßnahme kann sie als „Orientierung unterwegs“ genutzt werden, die aufzeigt, inwieweit sich der Prozess noch an den vorgegebenen Zielen orientiert oder aber deutlich macht, dass eine Umsteuerung notwendig ist.

Am Ende eines Prozesses lässt sich anhand einer Bilanzierung feststellen, ob die Ziele erreicht wurden und die gewünschten Wirkungen eingetreten sind.

So gesehen ist Evaluation ein unverzichtbarer Bestandteil schulischer Qualitätsentwicklung. Sie erfüllt allerdings nur dann die Funktion einer „pädagogischen Qualitätskontrolle“, wenn sie in einen systematischen und kontinuierlichen Verständigungsprozess zwischen den an der Schule beteiligten Personengruppen eingebunden ist.

Instrumente und Verfahren

Um Schulen in den verschiedenen Phasen der schulischen Qualitätsentwicklung zu unterstützen, bietet die Hessische Lehrkräfteakademie auf der Grundlage des Hessischen Referenzrahmens Schulqualität Verfahren und Instrumente an, die eine systematische Auseinandersetzung mit spezifischen Aspekten der Qualität der schulischen und unterrichtlichen Arbeit ermöglichen.

Alle Instrumente weisen einen inhaltlichen Bezug zum Hessischen Referenzrahmen Schulqualität auf und werden durch eine Vielzahl von weiteren Materialien zur Arbeit mit dem HRS ergänzt.

Was sollte bei einer Befragung beachtet werden?

Um eine Befragung erfolgreich zu gestalten, ist es sinnvoll, die folgenden Punkte zu beachten:

  • Es macht nur Sinn, das zu evaluieren, was im eigenen Verantwortungsbereich liegt und veränderbar ist.
  • Ziel und Bedeutung der Befragung sollten für die Befragten klar sein.
  • Die Anonymität muss gewährleistet sein, damit ein ehrliches Antwortverhalten möglich ist.

Die Ergebnisse der Befragung sollten auf jeden Fall mit den Befragten diskutiert werden, mit dem Ziel, gemeinsam Handlungskonsequenzen für die weitere Arbeit zu vereinbaren. Die Akzeptanz von Feedback-Verfahren wird gefährdet, wenn keine Rückmeldung und Diskussion der Ergebnisse erfolgt.

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