Einfache Feedback-Instrumente

Für die schulische und unterrichtliche Entwicklung ist die Reflexion der eigenen Praxis eine unabdingbare Voraussetzung. Die Einbeziehung anderer Sichtweisen eröffnet dabei nicht selten neue Möglichkeiten des Handelns.

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Hand mit einem roten Stift in der Hand; im Vordergrund eine Reihe unterschiedlicher Smileys und Ankreuzkästchen - das oberste ist angekreuzt

Feedback-Instrumente zur Steuerung und Bilanzierung von Prozessen

Für ein allgemeines Feedback zum Erleben eines Prozesses ist es nicht immer erforderlich, standardisierte Fragebögen zu verwenden. Für die Reflexion der Arbeitsprozesse und Arbeitsergebnisse im Unterricht oder in schulischen Arbeitsgruppen können einfache Instrumente ebenso geeignet sein. Sie ermöglichen es, sich ohne großen Aufwand über den Stand im laufenden Arbeitsprozess zu vergewissern und sich zu verständigen, wie es weitergehen soll.

Die einfache Handhabung macht eine zeitnahe Ergebnisrückmeldung möglich und kann so schneller zu unmittelbaren Maßnahmen führen. Vor allem beim Einsatz im Unterricht zeigt sich immer wieder, dass Feedback – wenn es systematisch eingeführt und als Methode reflektiert wird – bei Schülerinnen und Schülern zu einer differenzierteren Wahrnehmung führt, die Reflexionsfähigkeit schult und die Bereitschaft erhöht, Verantwortung für Veränderungsprozesse zu übernehmen.

Diese Regeln sind zu beachten

Ebenso wie bei standardisierten Erhebungsinstrumenten sind auch bei diesen einfachen Instrumenten bestimmte Regeln zu beachten.

So sollten

  • die Ziele des Feedbacks allen Beteiligten klar sein.
  • die Ergebnisse mit den Feedbackgeberinnen und -gebern kommuniziert werden.
  • die gemeinsamen Reflexionen zu Konsequenzen führen.

Die folgende Zusammenstellung stellt eine Auswahl dar. Es sind Instrumente und Methoden, die in der Regel bekannt sind und die mit wenig Aufwand während oder am Ende eines Prozesses eine schnelle Bilanzierung ermöglichen.

Der erste Teil beinhaltet Instrumente, die sich besonders gut für den Einsatz im Unterricht eignen. Die Instrumente im zweiten Teil können sowohl für die Arbeit mit der Klasse als auch mit Kolleginnen und Kollegen genutzt werden. Im dritten Teil sind Instrumente zusammengestellt, die vor allem die Reflexion in kollegialen Gruppen unterstützen können.