Sieben Qualitätsbereiche

Der Referenzrahmen beschreibt Schulqualität in sieben Qualitätsbereichen, wobei der Bereich „Lehren und Lernen“ im Mittelpunkt steht. Die einzelnen Qualitätsbereiche sind in Qualitätsdimensionen untergliedert, in denen die Merkmale schulischer Qualität durch Qualitätskriterien und erläuternde Anhaltspunkte konkretisiert sind.
Die sieben Qualitätsbereiche des HRS
Voraussetzungen und Bedingungen
Der Qualitätsbereich I beschreibt rechtliche und gesellschaftliche Voraussetzungen und Bedingungen, die die Schulqualität beeinflussen.

Dazu gehören bildungspolitische und rechtliche Rahmenvorgaben, die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft, personelle und sächliche Ressourcen, Unterstützungsangebote für die Schulen sowie das Bildungsangebot im regionalen Umfeld.
 
Dimensionen:

I.1 Bildungspolitische und rechtliche Vorgaben
I.2 Schülerschaft und Schulumfeld
I.3 Personelle und sächliche Ressourcen
I.4 Externe Unterstützung
I.5 Bildungsangebote am Schulstandort

Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
Im Qualitätsbereich II werden Merkmale eines zielgerichteten Qualitätsmanagements benannt.

Eine wesentliche Grundlage der Qualitätsentwicklung von Schule ist ein im Konsens der beteiligten Akteure erarbeitetes Konzept, in dem das gemeinsame pädagogische Selbstverständnis einer Schule dargelegt wird und das als Richtschnur für die schulische Arbeit dienen soll. Davon ausgehend können konkrete Ziele, Schwerpunkte und Entwicklungsvorhaben definiert werden.
 
Dimensionen:

II.1 Schulprogramm
II.2 Evaluation

Führung und Management
Im Qualitätsbereich III wird beschrieben, was gutes Schulleitungshandeln ausmacht.

Für die professionelle Leitung einer Schule und ihre Entwicklung zur lernenden und selbstverantwortlichen Organisation sind Managementwissen und Führungskompetenz erforderlich. Die Schulleitung nimmt bei der Gestaltung der Schule eine Schlüsselstellung ein.
 
Dimensionen:

III.1 Steuerung pädagogischer Prozesse
III.2 Organisation und Verwaltung der Schule
III.3 Personalführung und Personalentwicklung

Professionalität
Der Qualitätsbereich IV nimmt die Gestaltung der Professionalität durch die Lehrpersonen und die Zusammenarbeit der Lehrerschaft in den Blick.

Die Qualität der Bildungs- und Erziehungsprozesse an einer Schule wird wesentlich bestimmt durch die Motivation und die Kompetenzen des Lehrpersonals und durch seine Bereitschaft zu lebenslangem Lernen. Die notwendigen Kompetenzen betreffen das Unterrichten, Erziehen, Diagnostizieren, Beurteilen und Beraten sowie das Weiterentwickeln von Schule.

Dimensionen:

IV.1 Erhalt und Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen
IV.2 Kommunikation und Kooperation im Kollegium

Schulkultur
Im Zentrum dieses Qualitätsbereichs stehen pädagogische Grundhaltung des Lehrpersonals, ein aktives, vielfältiges Schulleben und die Öffnung der Schule gegenüber ihrem gesellschaftlichen Umfeld.

Sie bilden die Basis für die Entwicklung der Schule zu einem Lern- und Lebensraum, an dem auch Formen des sozialen Umgangs, des geregelten Zusammenlebens und der demokratischen Beteiligung gelernt und erfahren werden.

Dimensionen:

V.1 Pädagogische Grundhaltung
V.2 Schulleben
V.3 Kooperation und Kommunikation nach außen

Lehren und Lernen
Der Qualitätsbereich VI ist von zentraler Bedeutung, denn die Lehr- und Lernprozesse im unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bereich bilden das „Kerngeschäft“ von Schule.

In diesem Bereich sind die Prozessmerkmale für einen Unterrichts formuliert, der schülerorientiert ist, die individuellen Lernvoraussetzungen berücksichtigt und eigenverantwortliches Lernen intendiert.

Dimensionen:

VI.1 Aufbau von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen
VI.2 Strukturierte und transparente Lehr- und Lernprozesse
VI.3 Umgang mit heterogenen Lernvoraussetzungen
VI.4 Lernförderliches Klima und Lernumgebung

Ergebnisse und Wirkungen
Im Zentrum dieses Qualitätsbereichs steht die Frage nach den Ergebnissen der Bildungs- und Erziehungsarbeit.

Dabei geht es nicht nur um die Fachkompetenzen der Schülerinnen und Schüler und die Bildungsabschlüsse, die sie erreichen, sondern auch um die Nachhaltigkeit der schulischen Wirkung in Beruf und Gesellschaft sowie die Zufriedenheit mit der Schule.

Dimensionen:

VII.1 Fachliche Kompetenzen
VII.2 Überfachliche Kompetenzen
VII.3 Bildungslaufbahnen und Schulabschlüsse
VII.4 Einverständnis und Akzeptanz
VII.5 Nachhaltige Wirkungen

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