Pädagogischer Vorbereitungsdienst

In der pädagogischen Ausbildung werden die während des Studiums erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften im engen Bezug zum erteilten Unterricht vertieft und erweitert.

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Lehrer in einer Klasse; neben ihm eine referierende Schülerin

Modularisierte Ausbildung

Die pädagogische Ausbildung befähigt die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst, Schülerinnen und Schüler nach ihrer Leistungsfähigkeit und ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft zu unterrichten, zu beraten und zu betreuen. Ebenso werden Kenntnisse vermittelt, um Lernstände in der Klasse zu diagnostizieren, das eigene pädagogische Handeln zu reflektieren und um Entwicklungsprozesse an der Schule mitzugestalten.

Der Vorbereitungsdienst dauert 21 Monate und schließt mit der Zweiten Staatsprüfung oder der Prüfung zum Erwerb der Lehrbefähigung in arbeitstechnischen Fächern ab. Er ist in vier Abschnitte gegliedert:

  • Einführungsphase (drei Monate, bewertungsfrei),
  • erstes Hauptsemester (sechs Monate),
  • zweites Hauptsemester (sechs Monate),
  • Prüfungssemester (sechs Monate).

Die pädagogische Ausbildung erfolgt an Studienseminaren, die nach Schulformen untergliedert sind, sowie an Ausbildungsschulen. Die Lehrämter sind in den Studienseminaren nach Lehramt an Grundschulen, Haupt- und Realschulen sowie Förderschulen (kurz: GHRF), Lehramt an Gymnasien sowie dem Lehramt an beruflichen Schulen gegliedert.

Um die Vergleichbarkeit, Gleichwertigkeit und die Überprüfbarkeit von Ausbildungsinhalten im Sinne eines Kerncurriculums zu gewährleisten, wird die Ausbildung inhaltlich und organisatorisch in Modulen und Ausbildungsveranstaltungen strukturiert. Diese orientieren sich an den Kompetenzen und Standards, die die Kultusministerkonferenz 2004 für die Lehrerbildung beschlossen hat.

Zulassung zum Vorbereitungsdienst

Die Einstellung in den Vorbereitungsdienst erfolgt halbjährlich jeweils zum 1. Mai und zum 1. November.

Über die Zulassung zum Vorbereitungsdienst entscheidet die Hessische Lehrkräfteakademie. Voraussetzung für die Zulassung ist die bestandene Erste Staatsprüfung für ein Lehramt oder eine von der Hessischen Lehrkräfteakademie als gleichwertig anerkannte Prüfung.

Grundlage für die Ausbildung im Vorbereitungsdienst sind das Hessische Lehrerbildungsgesetz (HLbG) und die Durchführungsverordnung (HLbGDV), die Sie auf den Schulrecht-Seiten des Hessischen Kultusministeriums finden.

Möglichkeit zum Quereinstieg

Unter bestimmten Voraussetzungen ist in Hessen ein Quereinstieg in den pädagogischen Vorbereitungsdienst möglich. Zudem wird eine spezielle Ausbildung von Fachlehrerinnen und Fachlehrern für arbeitstechnische Fächer angeboten. Die Voraussetzungen und weitere Informationen sind unter den entsprechenden Links abrufbar.

Teilzeitbeschäftigung aus familiären Gründen

Aus familiären Gründen (Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder einer oder eines pflegebedürftigen sonstigen Angehörigen) kann auf Antrag der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst die pädagogische Ausbildung unter Bewilligung von Teilzeitbeschäftigung erfolgen. Nähere Informationen und entsprechende Strukturmodelle hierzu finden Sie in den nachfolgenden Downloads.

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