Frauenförderung, Genderkompetenz und Chancengleichheit

Die Gleichstellungsbeauftragte der Hessischen Lehrkräfteakademie ist für die Beschäftigten der Verwaltung sowie für alle hessischen Studienseminare zuständig. Als Teil der Dienststelle überwacht sie die Durchführung des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes (HGlG) und unterstützt die Dienststelle bei dessen Umsetzung sowie in deren Antidiskriminierungsarbeit.

Aufgabe und Rolle

Die Gleichstellungsbeauftragte ist an allen personellen, organisatorischen und sozialen Maßnahmen ihrer Dienststelle bereits im Planungsstadium zu beteiligen. Sie überprüft, inwieweit hier ein Gleichstellungsbezug oder ein Bezug zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Pflege und Erwerbstätigkeit vorliegt. Neben der Gleichstellung von Frauen und Männern, sieht sie ihre Aufgaben auch darin, die geschlechtliche und sexuelle Vielfalt aller Mitarbeiter*innen als bereichernd wert zu schätzen und bei der diesbezüglichen Antidiskriminierungsarbeit mitzuwirken. Beteiligt ist die Gleichstellungsbeauftragte u.a. an Stellenbesetzungsverfahren, Versetzungen, Teilzeitbeschäftigungen, Beurlaubungen, Abordnungen und Kündigungen.

Die Gleichstellungsbeauftragte ist u.a. Ansprechpartnerin für Themen wie

  • geschlechtergerechter Umgang und Sprache, geschlechtergerechte Schule und Ausbildung (z.B. „Mädchen und Mathematik oder Physik“)
  • Gender-Mainstreaming,
  • Mutterschutz, Elternzeit, Elterngeld,
  • sexuelle Belästigung (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz - AGG) und Mobbing.

Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter kann sich ohne Einhaltung des Dienstwegs und in der Gewissheit absoluter Vertraulichkeit an sie wenden. Die Gleichstellungsbeauftragte arbeitet weisungsungebunden, neutral (bezogen auf Verbände und Parteien) und oft im Interesse von Personen, die aufgrund ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität Diskriminierungserfahrungen gesammelt haben.

Rechtliche Grundlage

Die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten basiert auf dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz (HGlG). Ziele dieses Gesetzes sind

  • die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern,
  • die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle sowie
  • Beseitigung bestehender Unterrepräsentanz von Frauen im öffentlichen Dienst.

Eine Intention des HGIG besteht darin, die strukturelle Benachteiligung von Frauen abzubauen. Daher sind Behörden und Schulengehalten, interessierte Frauen gezielt zu motivieren und zu unterstützen, um sie auf die Übernahme von Funktionsstellen, einschließlich Führungspositionen, vorzubereiten - vor allem in Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind.

Zur Verwirklichung dieser und anderer Ziele werden von den Dienststellen unter Einbindung der Gleichstellungsbeauftragten Frauenförder- und Gleichstellungspläne aufgestellt.

Im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf setzt sich die Gleichstellungsbeauftragte dafür ein, dass die Lehrkräfteakademie familiengerechte Arbeitsbedingungen anbietet und dass Teilzeitbeschäftigte nicht benachteiligt werden.

Im Hinblick auf die Wertschätzung geschlechtlicher und sexueller Vielfalt setzt sich die Gleichstellungsbeauftragte für ein angst- und diskriminierungsfreies Zusammenleben ein.

Grundlegende Links:

https://soziales.hessen.de/familie-soziales/frauen
https://soziales.hessen.de/integration/antidiskriminierungsstelle/hessischer-aktionsplan-fuer-akzeptanz-und-vielfalt

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