Fortbildungsreihe „Mathematik in der Sekundarstufe I verständnisorientiert und digital unterrichten“

Ziel der online durchgeführten Fortbildungsreihe ist es, in drei Modulen wissenschaftlich fundierte Anregungen zu zentralen Themen des Mathematikunterrichts in der Sekundarstufe I zu vermitteln.

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Mathelehrerin mit einem Tablet in der Hand, die gerade etwas an die Tafel schreibt

Die Praxis im Blick  

Als Teilnehmerin oder Teilnehmer der Fortbildungsreihe erhalten Sie einen Einblick in aktuelle Themen der wissenschaftlichen Diskussion und lernen praxisrelevante Erkenntnisse zu den Themen „Sprachbildung“, „Problemlösen“ oder „Diagnostik“ im Mathematikunterricht der Sekundarstufe I kennen.

Zudem werden viele unterrichtspraktische Anregungen und Tipps gegeben sowie praxistaugliche Materialien und Methoden vorgestellt und auf weiterführende Literatur verwiesen. Gerne können Sie die Fortbildungsreihe auch nutzen, um sich untereinander auszutauschen oder um erste Erfahrungen mit der Plattform BigBlueButton zu sammeln.

Die Inhalte der Module können unmittelbar im eigenen Unterricht erprobt werden. In begleitenden halbtägigen Veranstaltungen, die von Unterrichtsentwicklungsberaterinnen und -beratern geleitet werden, werden unterrichtspraktische Umsetzungsmöglichkeiten sowie praxistaugliche Materialien und Methoden vorgestellt.

Themen und Termine 

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die Themen und Termine der Module und Arbeitstreffen im Rahmen der Fortbildungsreihe. Die einzelnen Veranstaltungen finden über BigBlueButton statt.

Die wissenschaftliche Gesamtleitung hat Professor em. Dr. Werner Blum von der Universität Kassel. 

Modul 1

„Problemlösen lehren lernen - Alltagstaugliche Wege zum Problemlöseunterricht“

Auch wenn ein Konsens darüber herrscht, dass das Problemlösen zu den mathematischen Kerntätigkeiten aller Schülerinnen und Schüler gehört, gibt es immer noch Bedarf an alltagstauglichen Konzepten. Ein erster Schritt dazu ist eine Orientierung: Welche unterschiedlichen Funktionen hat das Problemlösen im Unterricht? Welche Chancen und Herausforderungen sind damit verbunden?

Dann braucht es konkrete Umsetzungsformen, die sich in den Normalunterricht der Sekundarstufe I einbinden lassen. Hier gibt es in jeder Phase (Erkunden, Üben, aber auch beim Prüfen) manche Optionen für erste Schritte - für die Lernenden wie für die Lehrenden. Schließlich darf die Frage nicht unbeachtet bleiben: Welche Chancen für das problemlösende Arbeiten in der Digitalisierung stecken? 

Der Vortrag mit Arbeitsphasen gibt Anregungen, sich mit verschiedenen konkreten Aspekten des Problemlöseunterrichts in der Sek I auseinanderzusetzen und Erprobungen im eigenen Unterricht vorzubereiten.

Prof. Dr. Timo Leuders 
Pädagogische Hochschule Freiburg

  • Mittwoch, 21. Oktober 2020
  • Mittwoch, 4. November 2020
  • Mittwoch, 18. November 2020

Das Modul findet online, jeweils von 16:30-18:00 Uhr, statt.

 
Erstes Arbeitsgruppen-Treffen

Unterrichtspraktische Anregungen, praxistaugliche Materialien, Methoden undTipps sowie weiterführende Literatur

Unterrichtsentwicklungsberaterinnen und -berater

  • Mittwoch, 9. Dezember 2020

Das Arbeitstreffen findet online, jeweils von 15:00-18:00 Uhr, statt.

 
Modul 2

Brüche und Bruchrechnung - Kommunizieren üben, Argumentieren lernen und aus Darstellungen Grundvorstellungen entwickeln

Seit jeher ist das Arbeiten mit Bruchzahlen fehleranfällig und unbeliebt. Das Versprachlichen und Darstellen der Bearbeitungsprozesse stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Die inhaltlichen Probleme können in zwei zentralen Bereichen gesehen werden:

  1. Grundvorstellungen zu den neuen Zahlen und den Rechenoperationen mit ihnen werden in den Klassen 5/6 nicht oder unzureichend aufgebaut. Viele Schülerinnen und Schüler orientieren sich nur an unverstandenen Regeln, die rezeptartig eingesetzt werden und daher fehleranfällig sind.
  2. Tragfähige Grundvorstellungen aus dem Grundschulbereich sind teilweise nicht mehr gültig und können sogar zu Fehlvorstellungen werden, die Lösungsprozesse erschweren oder gar verhindern.

Die prozessbezogenen Schwierigkeiten können in diesen Bereichen gesehen werden:

  • Bearbeitungswege können zwar durchgeführt aber nicht angemessen begründet und kommuniziert werden.
  • Darstellungsmittel erfüllen eher die Funktion der Veranschaulichung als die der Kommunikations- und Lernhilfe. Die konkreten Modelle sind nicht immer geeignet, zu gedanklichen Modellen ausgebaut zu werden.

Diesen zentralen Schwierigkeiten kann nicht durch mehr Üben begegnet werden. Daher werden im Workshop neben Möglichkeiten zur Diagnose (von Schülerdokumenten und Videoaufzeichnungen) vor allem unterrichtliche Situationen und Lernumgebungen erarbeitet, in denen Grundvorstellungen zu Bruchzahlen aufgebaut und die Schülerinnen und Schüler gegen Fehlvorstellungen sensibilisiert werden können. Hierzu werden konkrete Aufgabenformate bearbeitet und im Hinblick auf Möglichkeiten der Differenzierung diskutiert. 

Eine besondere Rolle kommt dem Auf- und Ausbau der prozessbezogenen Kompetenzen Kommunizieren, Argumentieren und Darstellen zu.

Prof. Dr. Sebastian Wartha
Pädagogische Hochschule Karlsruhe

  • Mittwoch, 3. Februar 2021
  • Donnerstag, 4. Februar 2021
  • Freitag, 5. Februar 2021

Das Modul findet online, jeweils von 15:00-17:10 Uhr, statt.

 
Zweites Arbeitsgruppen-Treffen

Unterrichtspraktische Anregungen, praxistaugliche Materialien, Methoden und Tipps sowieweiterführende Literatur

Unterrichtsentwicklungsberaterinnen und -berater

  • Mittwoch, 24. Februar 2021

Das Treffen findet von 15:00-18:00 Uhr statt. Ob die Veranstaltung online stattfindet oder nicht, wird noch bekannt gegeben.

 
Modul 3

Sprachbildende Zugänge zu Arithmetik und Algebra in der Sekundarstufe I

Um sprachlich schwache Schülerinnen und Schüler beim Mathematiklernen zu unterstützen, sollte die Sprache nicht unnötig vereinfacht werden. Stattdessen gilt es, die Sprache der Schülerinnen und Schüler immer wieder einzufordern, zu unterstützen und sukzessive aufzubauen. Doch wie geht das genau und worauf muss man achten?

Viele Schulen haben bereits begonnen, sprachbildende Ansätze in den Unterricht zu integrieren. Der Fortbildungstag bietet sowohl Lehrkräften mit (ersten) Erfahrungen als auch Neueinsteigerinnen und -einsteigern Anregungen und Ansätze zu unterschiedlichen Themen wie Prozentrechnung oder Funktionen in den Klassen 7 und 8. Thematisiert werden sowohl Strategien zum Leseverstehen als auch die Rolle der Sprache beim Aufbau von konzeptuellem Verständnis.

Prof. Dr. Susanne Prediger
Technische Universität Dortmund

  • Mittwoch, 5. Mai 2021
  • Mittwoch, 26. Mai 2021
  • Dienstag, 15. Juni 2021

Das Modul findet online, jeweils von 16:00-18:00 Uhr, statt.

 
Drittes Arbeitsgruppen-Treffen

Unterrichtspraktische Anregungen, praxistaugliche Materialien, Methoden und Tipps sowie weiterführende Literatur

Unterrichtsentwicklungsberaterinnen und -berater

  • Mittwoch, 16. Juni 2021

Das Treffen findet von 15:00-18:00 Uhr statt. Ob die Veranstaltung online stattfindet oder nicht, wird noch bekannt gegeben.

Anmeldung 

Anmeldeschluss zur Fortbildungsreihe ist Sonntag, der 4. Oktober 2020. Die Teilnahme richtet sich nach der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen.

Die Anmeldung erfolgt nur über den Veranstaltungskatalog (Veranstaltungsnummer 51044235). 

Bei Fragen

Bei Fragen zur Fortbildungsreihe wenden Sie sich bitte an: 

Jutta Krug
E-Mail: Jutta.Krug@kultus.hessen.de 

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