„Willkommen, Ankommen, Weiterkommen – Kulturelle Vielfalt an Schule gestalten“

Die Hessischen Lehrkräfteakademie schreibt in Kooperation mit der Deutschen Schulakademie die Pädagogische Werkstatt „Willkommen, Ankommen, Weiterkommen – Kulturelle Vielfalt an Schule gestalten“ aus. Nach einer ersten erfolgreichen Durchführung wird die Werkstatt nun erneut für hessische Schulen angeboten.

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Eine Gruppe Jugendlicher im Gespräch

Zielsetzung der Werkstatt 

Kulturelle Vielfalt ist fester Bestandteil unserer Lebenswelt. Insbesondere die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Flucht- und Migrationshintergrund stellt Schulen vor große Herausforderungen.

In der Werkstatt werden in einem multiprofessionellen Team aus Schulleiterinnen und Schulleitern, Lehrkräften sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern (in Absprache mit den Schulträgern) langfristige Konzepte für die eigene Schule unter dem Aspekt der kulturellen Vielfalt entwickelt. Ziel ist eine Veränderung und Weiterentwicklung der Schule als Ganzes. Dabei kommt der Förderung der Bildungssprache Deutsch eine zentrale Bedeutung zu.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunftssprache sensibilisiert und darin unterstützt, Individualisierungs- und Differenzierungsangebote zu entwickeln, die auf eine größtmögliche Passgenauigkeit der Lernarrangements abzielen.

Sie lernen, Schule mit einer vielfältigen Schülerschaft neu zu denken, zu strukturieren und zu organisieren. Daraus entsteht eine wertschätzende, interkulturelle Schulgemeinschaft, die allen Kindern und Jugendlichen eine gerechte und durchlässige Bildungsbeteiligung ermöglicht - besonders denjenigen, die Deutsch nicht als Familiensprache gelernt haben.

Die Werkstatt „Willkommen, Ankommen, Weiterkommen“ ist ein weit gefächertes Angebot, aus dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Impulse und Konzepte aufnehmen. In Begleitung von Expertinnen und Experten können die Ideen in die eigene schulische Praxis überführt werden.

Dafür werden drei Ebenen in den Blick genommen:

  1. die bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung und Perspektive,
     
  2. die Kompetenzerweiterung in den Bereichen sprachliche Bildung, sprachsensibler Fachunterricht, Interkulturalität, psychosoziale Begleitung, kulturelle Bildung, Übergangsmanagement und Netzwerkarbeit sowie
     
  3. eine darauf abgestimmte Unterrichtsorganisation und die damit verbundene interdisziplinäre Vernetzung und Neuausrichtung der Schule.

Am Ende der Fortbildung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihre Schule machbare und passende Maßnahmen umgesetzt und die dafür notwendigen Strukturen entwickelt.

Zielgruppe und Trainer

Das Angebot richtet sich an

  • Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrkräfte und UBUS-Fachkräfte sowie
  • an Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter.

Sollte aus der zweiten Zielgruppe kein Teilnehmer gefunden werden, kann eine weitere Lehrkraft oder UBUS-Fachkraft an der Veranstaltung teilnehmen.

Die Werkstatt wird von Trainerinnen und Trainern der Deutschen Schulakademie sowie der Hessischen Lehrkräfteakademie durchgeführt, die auf eine große Erfahrung auf dem Gebiet „Deutsch als Zweitsprache (DaZ) / Interkulturelle Bildung und Erziehung“ zurückgreifen können. Viele der eingesetzten Trainerinnen und Trainer haben auch an der erfolgreichen Durchführung der vorausgegangenen Pädagogischen Werkstatt mitgewirkt. 

Ablauf und Termine 

Die Werkstatt besteht aus sechs jeweils 2,5-tägigen Bausteinen sowie zwei eintägigen regionalen Netzwerktreffen

Die Bausteine finden jeweils von Montag 13:00 Uhr bis Mittwoch 13:00 Uhr statt. Geringfügige Terminverschiebungen können nicht ausgeschlossen werden.

Baustein 1: 9.-11. September 2019
Baustein 2: 2.-4. Dezember 2019
Baustein 3: 25.-27. Mai 2020
Baustein 4: 14.-16. September 2020
Baustein 5: 22.-24. Februar 2021
Baustein 6: 07.-09. Juni 2021
Erstes Netzwerktreffen: 18. Februar 2020
Zweites Netzwerktreffen: 17. November 2020

Die Werkstatt bietet den teilnehmenden Schulen eine begleitete Arbeit an ihren eigenen Schulkonzepten, ergänzt durch Inputs aus den Themenbereichen Sprachbildung, Unterrichtsentwicklung, Interkulturalität, psychosoziale Begleitung, kulturelle Bildung, Netzwerkarbeit und Übergangsmanagement.

Durch Hospitationen an Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises sowie an ausgewählten hessischen Schulen, erhalten die Teilnehmenden Einblicke in erfolgreiche schulische Konzepte vor dem Hintergrund der zunehmenden kulturellen Vielfalt. Dabei erfolgt ein intensiver Austausch mit Expertinnen und Experten aus dem Kreis dieser Schulen.

Teilnahmebedingungen und Bewerbung

Die Schulen verpflichten sich zu einer durchgängigen Teilnahme als Team. Die Teams bestehen aus der Schulleiterin bzw. dem Schulleiter, einem Mitglied des Kollegiums und darüber hinaus einer Schulsozialarbeiterin oder einem Schulsozialarbeiter (nach Abstimmung mit dem Schulträger).

Die Schulen reichen ein Bewerbungsschreiben ein, aus dem bisherige Entwicklungsschritte, Vorarbeiten, geplante Entwicklungsvorhaben und deren Ziele in Kontext des Themas der Werkstatt hervorgehen (Umfang: etwa 1-2 Seiten):

a) Welche konkreten Schulentwicklungsvorhaben haben Sie im Hinblick auf die kulturelle Vielfalt in Ihrer Schule in den letzten Jahren realisiert?

b) Welches Entwicklungsprojekt würden Sie gern angehen? Welche Ziele verfolgen Sie mit diesem Entwicklungsprojekt im Rahmen der Werkstatt?

c) Welche Ressourcen und Entwicklungspotentiale sehen Sie dafür an Ihrer Schule?

d) Wo sehen Sie an Ihrer Schule die größten Herausforderungen?

Seitens der Schulgemeinde sollte zudem die Bereitschaft bestehen, die sich aus der Werkstatt ergebenden Impulse in ihren eigenen Schulentwicklungsprozess aufzunehmen.

Während der Ausschreibungsphase stehen Ihnen die zuständigen Dezernentinnen und Dezernenten Ihres Staatlichen Schulamts zur Verfügung. Die Fortbildungsreihe wird mit insgesamt 15 Schulen durchgeführt.

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung bis zum 17. Juni 2019 an:

Hessische Lehrkräfteakademie
Christine Fink
Walter-Hallstein-Str. 3-7
65197 Wiesbaden

Oder per E-Mail an: Christine.Fink@kultus.hessen.de

Die Auswahlentscheidung erfolgt bis zum 24. Juni 2019.

Erfahrungen 

Erfahrungen von teilnehmenden Schulen der ersten Pädagogischen Werkstatt, die im Januar 2019 abgeschlossen wurde, können bei den nachfolgenden Ansprechpartnern der Staatlichen Schulämter erfragt werden.

Ansprechpartner der Staatlichen Schulämter
  • Kooperationsverbund Nord:

Oliver Limmroth
E-Mail: o.limmroth@wbs-kassel.com

  • Kooperationsverbund Mitte:

Miriam Sehr
E-Mail: miriam.sehr@ars-limburg.de

  • Kooperationsverbund Rhein-Main: 

Alma Obradovac
E-Mail: alma.obradovac@eis.schulen-offenbach.de

  • Kooperationsverbund Süd:

Dieter Weis
E-Mail: d.weis@odenwaldkreis.de

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