Umgang mit heterogenen Lerngruppen

Menschen mit Behinderung eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe zu eröffnen, ist der zentrale Aspekt der UN-Behindertenrechtskonvention. Hessen bietet vielfältige Möglichkeiten, den individuellen Bedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler zu entsprechen.

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Kinder, die auf dem Boden knien und durch bunte Hula-Hula-Ringe schauen und den Betrachter anblicken

Zielsetzung

Übergeordnetes Ziel der Fortbildungsangebote der Hessischen Lehrkräfteakademie für Schulleitungen sowie für Lehrkräfte der Förderschulen und von inklusiv arbeitenden Schulen ist es, sowohl pädagogisches Wissen über die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, als auch methodische Handlungskompetenz und Sicherheit im Umgang mit herausforderndem Verhalten zu erlangen.

Auf organisatorischer Ebene sollen zudem Möglichkeiten eröffnet werden, Schule und Unterricht so zu gestalten, dass alle an der schulischen Bildung Beteiligten pädagogisch wirksam arbeiten können.

Aktuelles Fortbildungsangebot

Das Fortbildungsangebot zur sonderpädagogischen Förderung und Inklusion besteht aus 3 Säulen.

Säule 1: 

Inklusiv arbeitende Schulen gestalten

Für Schulleitungsmitglieder, Teams und Beauftragte: 

  • Inklusive Schulentwicklung gestalten
  • Eigene Prozesse bearbeiten, durchführen und reflektieren
  • Herausforderungen im Entwicklungsprozess wahrnehmen und bearbeiten
  • Kollegiale Kooperation fördern
Format: 2 Bausteine á 2 Tage, 1 Baustein á 2,5 Tage

Säule 2: 

Lernen in inklusiv arbeitenden Schulen gestalten

Lehrkräfte mit Förderschullehrerinnen und -lehrern im Tandem

  • Herausforderndem Verhalten begegnen und lernzieldifferente Förderung anbieten
  • Erziehungs- und Lernprozesse verstehen und entwicklungsgemäß gestalten
  • Den Alltag entlasten durch die Erarbeitung, Erprobung und Reflexion von Lerneinheiten für eigene Lerngruppen
Format: 4 Bausteine á 2 Tage

Säule 3: 

Lernen in Förderschulen gestalten

Schulleitungsmitglieder sowie Lehrkräfte und Steuergruppen von Förderschulen

  • Das schuleigene pädagogische Profil identifizieren und (mit Blick auf die Region) weiterentwickeln
  • Erziehungs- und Lernprozesse verstehen und entwicklungsgemäß gestalten
  • Herausforderndem Verhalten begegnen und lernzieldifferente Förderung anbieten
Format: 3 Bausteine á 2 Tage

 
Nachhaltigkeit und Wirksamkeit: Die Arbeits- und Lernprinzipen in den Fortbildungsreihen

Die Seminarleitung steht in ihrer Grundhaltung für individualisiertes-, prozess- und kompetenzorientiertes Lernen. Die Lernsettings in den Fortbildungsbausteinen werden demnach individualisiert und kompetenzorientiert gestaltet.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten zu Beginn eines jeden Bausteins einen umfassenden Input zum jeweiligen Rahmenthema. Anschließend identifizieren sie eigene Praxisvorhaben, planen und konzipieren diese, setzen sie in der eigenen Lerngruppe um und reflektieren die Erfahrungen im weiteren Verlauf der Fortbildungen.

Vorhandenes Wissen und Kompetenzen sind für die Seminarleitung immer wieder die Basis für weitere Input- und Beratungsphasen in den Bausteinen. Zur Lernkultur in den Fortbildungen gehören darüber hinaus regelmäßige Rückmelde- und Feedbackschleifen durch Peers und Seminarleitung.

Am Ende der Fortbildung präsentieren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Gesamtprodukt und machen daran das eigene Lernen für alle sichtbar.

Auftaktveranstaltung

Der Auftakt zum neuen Fortbildungsangebot „Schul- und Unterrichtsentwicklung für inklusiv arbeitende Schulen“ findet

  • am 16. September 2019 an der Theo-Koch-Schule in Grünberg statt. 

Die Veranstaltung informiert über die neuen Fortbildungsreihen.

Der Fachtag startet mit einem Vortrag von Prof. P. Heiniger zum Thema „Inklusion in der eigenen Schule leben: Die Logik des Gelingens“.

Die Anmeldung zur Auftaktveranstaltung finden Sie im Veranstaltungskatalog unter der Veranstaltungs-Nr.: 50997384

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